Unternehmertestament - Formular Online zum Ausfüllen

Für die Verwendung in Deutschland konzipiert

Mit einem Unternehmertestament regelt eine Unternehmerin oder ein Unternehmer die Nachfolge im Unternehmen für den Todesfall. Es soll sicherstellen, dass das Unternehmen fortgeführt werden kann und die Beteiligungen geordnet übergehen.

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Diese Vorlage hilft Ihnen, Ihre Vorstellungen zu strukturieren. Nachfolgend erklären wir, worauf bei einem Unternehmertestament besonders zu achten ist, was hineingehört und wie Sie das Dokument ausfüllen und herunterladen.

Was ist ein Unternehmertestament?

Ein Unternehmertestament berücksichtigt die Besonderheiten, die sich aus einer Unternehmensbeteiligung ergeben. Es soll die Fortführung des Unternehmens sichern und die Nachfolge geordnet regeln.

Dabei ist auf das Zusammenspiel mit dem Gesellschaftsvertrag zu achten, da dieser Vorgaben für die Nachfolge enthalten kann.

Worauf ist besonders zu achten?

Welche Punkte können geregelt werden?

So füllen Sie die Vorlage aus

Wegen der erheblichen Tragweite und der Wechselwirkungen mit dem Gesellschaftsvertrag und dem Steuerrecht ist eine fachkundige Beratung dringend zu empfehlen. Diese Vorlage dient der Vorbereitung Ihrer Vorstellungen.

Häufige Fragen

Warum ist ein Unternehmertestament besonders?

Es muss die Besonderheiten einer Unternehmensbeteiligung berücksichtigen, etwa die Fortführung des Unternehmens und das Zusammenspiel mit dem Gesellschaftsvertrag.

Was ist mit dem Gesellschaftsvertrag zu beachten?

Der Gesellschaftsvertrag kann Vorgaben für die Nachfolge enthalten. Testament und Gesellschaftsvertrag sollten aufeinander abgestimmt sein.

Sollte ich mich beraten lassen?

Ja. Wegen der erheblichen Tragweite und der steuerlichen Aspekte ist eine fachkundige Beratung dringend zu empfehlen.

Inhalt wird regelmäßig überprüft, damit er verständlich und aktuell bleibt.

Dokumentvorschau

Wichtiger Hinweis: Ein eigenhändiges Testament ist gemäß § 2247 BGB nur wirksam, wenn es vom Erblasser vollständig eigenhändig (handschriftlich) geschrieben und eigenhändig unterschrieben wird. Diese Vorlage ist daher in vollem Wortlaut handschriftlich abzuschreiben, mit Angabe von Ort und Datum zu versehen und persönlich zu unterzeichnen. Nur unter Wahrung dieser Form entfaltet das Dokument Rechtswirkung. Alternativ kann ein notarielles Testament gemäß § 2232 BGB errichtet werden.



UNTERNEHMERTESTAMENT


Ich, ________, geboren am ________ in ________, mit folgender Staatsangehörigkeit: ________, wohnhaft in ________, errichte hiermit im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und nach reiflicher Überlegung mein nachstehendes eigenhändiges Testament. An der Errichtung dieser letztwilligen Verfügung bin ich durch frühere Verfügungen von Todes wegen oder durch vertragliche oder gemeinschaftliche Bindungen im Sinne der §§ 2271, 2289 BGB nicht gehindert.


§ 1 Widerruf früherer Verfügungen

(1) Rein vorsorglich widerrufe ich hiermit gemäß § 2253 BGB sämtliche von mir bisher errichteten Verfügungen von Todes wegen, gleich welcher Form, in vollem Umfang.

(2) Soweit ich an gemeinschaftliche oder erbvertragliche Verfügungen gebunden bin, gilt der Widerruf nur insoweit, als mir dies rechtlich zulässig möglich ist.


§ 2 Erbeinsetzung

(1) Zu meiner alleinigen und unbeschränkten Erbin bzw. meinem alleinigen und unbeschränkten Erben (Alleinerbe) setze ich gemäß § 1937 BGB folgende Person ein:

________, geboren am ________, wohnhaft in ________.

(2) Sollte die vorgenannte Person vor oder gleichzeitig mit mir versterben oder die Erbschaft aus sonstigen Gründen nicht erwerben, so setze ich gemäß § 2096 BGB ersatzweise folgende Person als Ersatzerben ein:

________, geboren am ________.


§ 3 Unternehmerische Beteiligung

(1) Zu meinem Nachlass gehört insbesondere meine unternehmerische Beteiligung an folgendem Unternehmen:

Bezeichnung des Unternehmens: ________, Rechtsform: ________, Sitz: ________, Umfang meiner Beteiligung: ________.

(2) Mir ist bewusst, dass die erbrechtliche Nachfolge in eine Gesellschaftsbeteiligung den gesellschaftsvertraglichen Regelungen unterliegt und gesellschaftsvertragliche Nachfolge-, Eintritts- oder Abtretungsklauseln den Anordnungen dieses Testaments vorgehen können (Vorrang des Gesellschaftsrechts gemäß §§ 727, 736 BGB, §§ 131, 161 HGB sowie der maßgeblichen Bestimmungen des GmbHG). Soweit eine gesellschaftsrechtliche Nachfolge nicht zugunsten des eingesetzten Erben möglich ist, soll dieser den ihm zustehenden Abfindungs- oder Auseinandersetzungsanspruch erhalten.

(3) Es ist mein ausdrücklicher Wille, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Die genannte unternehmerische Beteiligung soll bis zur endgültigen Übertragung auf die berechtigte Person ordnungsgemäß und werterhaltend fortgeführt und verwaltet werden.


§ 4 Vermächtnisse

(1) Ich ordne im Wege des Vermächtnisses gemäß §§ 1939, 2147 ff. BGB folgende Zuwendung an:

Vermächtnisnehmer: ________, geboren am ________; Gegenstand des Vermächtnisses: ________.

(2) Das Vermächtnis ist von dem mit der Erbschaft beschwerten Alleinerben zu erfüllen. Die Kosten der Erfüllung des Vermächtnisses trägt der beschwerte Erbe, soweit nachstehend nichts Abweichendes bestimmt ist.


§ 5 Testamentsvollstreckung

(1) Ich ordne gemäß § 2197 BGB Testamentsvollstreckung an und ernenne zum Testamentsvollstrecker:

________, geboren am ________, wohnhaft in ________.

(2) Dem Testamentsvollstrecker obliegt es, die in diesem Testament angeordneten Vermächtnisse zu erfüllen, den Nachlass gemäß §§ 2203 ff. BGB zu verwalten und die Auseinandersetzung entsprechend den hier getroffenen Verfügungen durchzuführen. Ihm steht insoweit die volle Verfügungsbefugnis über die Nachlassgegenstände zu (§ 2205 BGB).

(3) Der Testamentsvollstrecker ist berechtigt, Verbindlichkeiten für den Nachlass einzugehen (§ 2206 BGB); insoweit hebe ich die Beschränkung des § 2206 BGB auf und erweitere seine Befugnis nach § 2207 BGB. Ferner befreie ich den Testamentsvollstrecker von den Beschränkungen des § 181 BGB (Verbot des Insichgeschäfts).

(4) Bis zur vollständigen Erfüllung der angeordneten Vermächtnisse und zur Sicherung des Unternehmensfortbestands hat der Testamentsvollstrecker die in § 3 dieses Testaments konkretisierte unternehmerische Beteiligung als Verwaltungsvollstrecker im Sinne des § 2209 BGB zu verwalten. Das Amt des Testamentsvollstreckers endet mit der vollständigen Auseinandersetzung des Nachlasses und der Erfüllung sämtlicher angeordneter Vermächtnisse.

(5) Kann der ernannte Testamentsvollstrecker das Amt nicht antreten, fällt es weg oder wird es niedergelegt, so ernenne ich zum Ersatztestamentsvollstrecker:

________, geboren am ________, wohnhaft in ________.

(6) Kann auch der Ersatztestamentsvollstrecker das Amt nicht antreten oder fällt es weg, so ist der jeweilige Amtsinhaber gemäß § 2199 Abs. 2 BGB ermächtigt, einen geeigneten Nachfolger als Testamentsvollstrecker zu bestimmen. Dies gilt auch, wenn der berufene Testamentsvollstrecker das Amt nach Annahme niederlegt oder nicht mehr ausüben kann. Ist eine solche Bestimmung nicht möglich, so soll das Nachlassgericht gemäß § 2200 BGB einen geeigneten Testamentsvollstrecker ernennen.

(7) Der Testamentsvollstrecker kann gemäß § 2218 i. V. m. §§ 670, 257 BGB Ersatz seiner Aufwendungen und Auslagen verlangen. Erben und Vermächtnisnehmer tragen diese Aufwendungen und Auslagen im Verhältnis ihrer Begünstigung.


§ 6 Schlussbestimmungen

(2) Mir ist bekannt, dass nahe Angehörige im Sinne des § 2303 BGB im Falle ihrer Enterbung pflichtteilsberechtigt sein können; etwaige Pflichtteilsansprüche sind aus dem Nachlass zu erfüllen.

(3) Dieses Testament habe ich vollständig eigenhändig geschrieben und eigenhändig unterschrieben (§ 2247 BGB).




________, den ________






_______________________

________
(eigenhändige Unterschrift des Erblassers)

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