Aufhebungsvertrag - Arbeitsrecht - Musterformular

Gültig in Deutschland

Mit einem Aufhebungsvertrag beenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Arbeitsverhaeltnis im gegenseitigen Einvernehmen. Anders als bei einer Kuendigung beruht die Beendigung auf einer Einigung beider Seiten und kann flexibel ausgestaltet werden.

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So funktioniert's

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Diese Vorlage hilft Ihnen, die Beendigung und ihre Modalitaeten klar zu regeln. Nachfolgend erklaeren wir, wofuer ein Aufhebungsvertrag dient, was hineingehoert und wie Sie das Dokument ausfuellen und herunterladen.

Was ist ein Aufhebungsvertrag?

Ein Aufhebungsvertrag ist eine Vereinbarung, mit der ein Arbeitsverhaeltnis einvernehmlich beendet wird. Die Parteien koennen den Beendigungszeitpunkt und weitere Punkte gemeinsam festlegen.

Im Unterschied zur Kuendigung ist keine einseitige Erklaerung erforderlich. Der Vertrag wird wirksam, wenn beide Seiten zustimmen.

Welche Punkte sollte er regeln?

Worauf sollten Sie achten?

Ein Aufhebungsvertrag kann sich auf sozialrechtliche Ansprueche auswirken. Da die Folgen vom Einzelfall abhaengen und sich Regelungen aendern koennen, sollten Sie diese vor der Unterschrift pruefen.

Unterschreiben Sie erst, wenn alle wichtigen Punkte geklaert sind. In Zweifelsfaellen ist fachkundiger Rat sinnvoll.

So fuellen Sie die Vorlage aus

Haeufige Fragen

Worin unterscheidet sich der Aufhebungsvertrag von der Kuendigung?

Die Kuendigung ist eine einseitige Erklaerung. Der Aufhebungsvertrag beruht auf der Einigung beider Seiten und kann den Beendigungszeitpunkt flexibel gestalten.

Muss eine Abfindung vereinbart werden?

Nein. Eine Abfindung ist nicht zwingend, kann aber vereinbart werden. Hoehe und Faelligkeit sollten dann klar geregelt werden.

Hat ein Aufhebungsvertrag Auswirkungen auf Sozialleistungen?

Das ist moeglich. Weil die Folgen vom Einzelfall abhaengen, sollten Sie Ihre Situation vor der Unterschrift fachkundig pruefen lassen.

Inhalt wird regelmaessig ueberprueft, damit er verstaendlich und aktuell bleibt.

Dokumentvorschau

A U F H E B U N G S V E R T R A G




Zwischen

________

Sitz: ________

(nachfolgend: „Arbeitgeber")

und

________

Anschrift: ________

(nachfolgend: „Arbeitnehmer")



wird der folgende Aufhebungsvertrag geschlossen:


§ 1 Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Das zwischen den Parteien gemäß Arbeitsvertrag vom ________ bestehende Arbeitsverhältnis wird einvernehmlich mit Wirkung zum ________, ________ Uhr, aufgehoben.


§ 2 Abfindung und Entschädigung

2.1. Der Arbeitgeber zahlt an den Arbeitnehmer als Ausgleich für den Verlust des Arbeitsplatzes und des damit verbundenen sozialen Besitzstandes in entsprechender Anwendung der § 910 Kündigungsschutzgesetz eine Abfindung in Höhe von ________ € (________) brutto.

2.2. Die Abfindung ist mit der letzten Gehaltsabrechnung zur Zahlung fällig.

2.3. Die Auszahlung erfolgt in der Gesamtüberzeugung beider Parteien, dass die Abfindung nach § 3 Nr. 9 EStG steuerfrei ist; die steuerrechtliche Verantwortung verbleibt jedoch beim Arbeitnehmer.

2.4. Der Arbeitgeber verpflichtet sich, die gesetzliche Karenzentschädigung gemäß §§ 74 ff. HGB in Höhe von mindestens 50 % der zuletzt bezogenen vertragsgemäßen Leistungen für die Dauer des nachvertraglichen Wettbewerbsverbots zu zahlen.


§ 3 Freistellung und Urlaub

3.1. Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren, dass der Arbeitnehmer ab dem ________ bis zum Beendigungstermin unwiderruflich von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung freigestellt wird.

3.2. Etwaige Urlaubsansprüche und Freizeitausgleichsansprüche werden auf diese Freistellung angerechnet.

3.3. Dem Arbeitnehmer steht es frei, während der Freistellung eine neue Beschäftigung aufzunehmen. Ein während der Freistellung erzielter anderweitiger Verdienst wird auf die fortlaufenden Bezüge nicht angerechnet.

3.4. Der verbleibende Urlaubsanspruch von ________ Tagen ist durch die unwiderrufliche Freistellung gemäß diesem Vertrag vollständig abgegolten.


§ 4 Ordnungsgemäße Abwicklung und Rückgabe

4.1. Bis zu seiner Beendigung wird das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten ordnungsgemäß abgewickelt.

4.2. Der Arbeitnehmer ist insbesondere verpflichtet, sämtliche Gegenstände, die dem Arbeitgeber gehören (oder zur Verfügung gestellt wurden), zurückzugeben. Dazu zählen ausnahmslos alle Hard- und Software, Mobilfunkgeräte, Schlüssel, Unterlagen sowie sämtliche Zugangsdaten, Passwörter und sonstige digitale Zugriffsmittel.

4.3. Es handelt sich dabei um folgende Gegenstände:

________

4.4. Das überlassene Dienstfahrzeug wird spätestens am ________ zurückgegeben. Hierüber wird ein gesondertes Übergabeprotokoll erstellt.

4.5. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich zudem zur Herausgabe aller ihm anvertrauten Unterlagen, Schlüssel und Passwörter.

4.6. Das im Arbeitsvertrag festgelegte Wettbewerbsverbot gilt bis zum Beendigungstermin.

4.7. Die Aufnahme einer Konkurrenztätigkeit während der Freistellung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Arbeitgebers (§ 60 HGB).


§ 5 Weitere Bestimmungen

5.1. Der Arbeitgeber erteilt dem Arbeitnehmer bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ein qualifiziertes, wohlwollendes Arbeitszeugnis auf der Basis der letzten Leistungsbeurteilungen, welches den Arbeitnehmer in seinem beruflichen Fortkommen nicht hindert.

5.2. Dem Arbeitnehmer steht eine unverfallbare Versorgungsanwartschaft aus der betrieblichen Altersvorsorge zu.

5.3. Die arbeitsvertraglich vereinbarte Verschwiegenheitspflicht über Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse besteht auch nach Vertragsende unbefristet fort.

5.4. Das noch bestehende Arbeitgeberdarlehen wird weitergeführt. Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf die Darlehensvereinbarung vom ________ Bezug genommen.

5.5. Dem Arbeitnehmer wird das Recht eingeräumt, die für ihn unterhaltenen Versicherungen (insbesondere ________) in eigenem Namen und auf eigene Rechnung fortzuführen.


§ 6 Ausgleichsklausel (Generalquittung)

6.1. Mit der vollständigen Erfüllung dieses Aufhebungsvertrages sind sämtliche gegenseitigen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis, dessen Beendigung und im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis stehende Ansprüche, gleich aus welchem Rechtsgrund und gleich, ob bekannt oder unbekannt, erledigt oder ausstehend erfüllt.

6.2. Ausgenommen von dieser Ausgleichsklausel sind lediglich unverzichtbare Ansprüche auf den gesetzlichen Mindestlohn, Ansprüche aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung sowie die Ansprüche aus diesem Aufhebungsvertrag selbst.


§ 7 Hinweise und Rechtsfolgen

7.1. Der Arbeitgeber weist den Arbeitnehmer darauf hin, dass durch den Abschluss dieser Vereinbarung arbeitsrechtliche Nachteile entstehen können. Insbesondere kann der Aufhebungsvertrag eine Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld I zur Folge haben.

7.3. Der Arbeitgeber empfiehlt dem Arbeitnehmer dringend, sich vor Unterzeichnung dieses Vertrags rechtlich beraten zu lassen.

7.4. Der Vertrag kann binnen zwei Wochen schriftlich widerrufen werden.


§ 8 Schlussbestimmungen

8.1. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung oder Änderung dieser Schriftformklausel selbst. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht.




Ort: ________, Datum: ________



....................................................................................

Unterschrift Arbeitgeber





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Unterschrift Arbeitnehmer

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