Einzeltestament - Vorlage Musterformular zum Ausfüllen Pro · DE-law

Gültig in Deutschland · nach lokalem Recht erstellt

Mit einem Einzeltestament regelt eine einzelne Person ihren letzten Willen und bestimmt, wer ihren Nachlass erhalten soll. Anders als beim gemeinschaftlichen Testament wird es von einer Person allein errichtet.

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So funktioniert's

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Diese Vorlage hilft Ihnen, Ihre Anordnungen zu strukturieren. Nachfolgend erklaeren wir, was ein Einzeltestament kennzeichnet, worauf zu achten ist und wie Sie das Dokument ausfuellen und herunterladen.

Was ist ein Einzeltestament?

Ein Einzeltestament ist die letztwillige Verfuegung einer einzelnen Person. Darin kann sie bestimmen, wer Erbe werden soll, einzelne Gegenstaende zuwenden oder weitere Anordnungen treffen.

Es kann jederzeit geaendert oder widerrufen werden, solange die errichtende Person dazu in der Lage ist.

Was kann darin geregelt werden?

Welche Formvorschriften gelten?

Ein eigenhaendiges Testament wird ueblicherweise vollstaendig handschriftlich verfasst, mit Ort und Datum versehen und unterschrieben. Die genauen Formanforderungen sollten sorgfaeltig beachtet werden.

Da die Gestaltung Auswirkungen auf Pflichtteile und die Erbfolge hat und sich Regelungen aendern koennen, ist bei groesseren Vermoegen eine fachkundige Beratung sinnvoll.

So fuellen Sie die Vorlage aus

Haeufige Fragen

Kann ich mein Einzeltestament spaeter aendern?

Ja. Solange Sie dazu in der Lage sind, koennen Sie Ihr Testament aendern oder widerrufen. Eine neue Verfuegung kann eine fruehere ersetzen.

Muss ein Testament handschriftlich sein?

Ein eigenhaendiges Testament wird ueblicherweise vollstaendig handschriftlich verfasst und unterschrieben. Daneben gibt es weitere Formen der Errichtung.

Was ist mit Pflichtteilen zu beachten?

Bestimmte nahe Angehoerige koennen Pflichtteilsansprueche haben. Es ist sinnvoll, dies bei der Gestaltung zu beruecksichtigen.

Inhalt wird regelmaessig ueberprueft, damit er verstaendlich und aktuell bleibt.

Dokumentvorschau

Mein letzter Wille – Eigenhändiges Testament


Ich, ________, geboren am ________ in ________, wohnhaft in ________, treffe hiermit im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, frei von Zwang, Irrtum oder Täuschung, gemäß §§ 1937 ff. BGB folgende letztwillige Verfügungen von Todes wegen:

1. Erbeinsetzung

1.1. Zu meinem alleinigen und unbeschränkten Erben bzw. zu Miterben gemäß § 1937 BGB bestimme ich folgende Person(en):

Mein(e) Tochter, ________, geboren am ________, wohnhaft in ________, zu einem Erbteil von ________ %.

1.2. Bei Einsetzung mehrerer Erben bilden diese eine Erbengemeinschaft im Sinne der §§ 2032 ff. BGB. Die festgelegten Erbquoten sind maßgeblich; soweit die Summe der zugewiesenen Anteile 100 % nicht erreicht, gilt der verbleibende Anteil als nicht verteilt und fällt nach den Regeln der gesetzlichen Erbfolge an.


2. Ersatzerben (Vor- und Nacherbfolge im Sinne des § 2096 BGB)

2.1. Sollte einer der vorstehend eingesetzten Erben vor dem Eintritt des Erbfalls versterben, die Erbschaft ausschlagen oder aus sonstigen Gründen wegfallen, so treten an seine Stelle als Ersatzerben dessen Abkömmlinge (Kinder, Enkel) nach Maßgabe der gesetzlichen Erbfolge (§§ 1924 ff. BGB).

2.2. Sind auch die Abkömmlinge des weggefallenen Erben im Zeitpunkt des Erbfalls nicht vorhanden, so wächst der frei werdende Erbteil den übrigen Erben im Verhältnis ihrer Erbquoten an (§ 2094 BGB).

2.3. Hat ein weggefallener Erbe gegen eine Abfindungszahlung wirksam auf sein gesetzliches Erb- oder Pflichtteilsrecht verzichtet (§§ 2346 ff. BGB), so entfällt die Ersatzerbfolge zu seinen Gunsten; insoweit gilt Ziffer 2.2 entsprechend.


3. Enterbung und Pflichtteil

3.1. Ich schließe die nachstehend genannte(n) Person(en) gemäß § 1938 BGB von der gesetzlichen Erbfolge aus. Diese Person(en) erhält/erhalten keinen Erbteil; etwaige Pflichtteilsansprüche nach den §§ 2303 ff. BGB bleiben unberührt, soweit sie nicht entzogen sind.

3.2. Von der Erbfolge ausgeschlossen wird: ________, geboren am ________.

3.3. Die Gründe für eine etwaige Pflichtteilsentziehung nach § 2333 BGB sind, soweit gegeben, folgende: ________.


4. Vermächtnisse und Auflagen

4.1. Unabhängig von der Erbeinsetzung wende ich der nachstehenden Person als Vermächtnis im Sinne der §§ 1939, 2147 ff. BGB den genannten Gegenstand bzw. Geldbetrag zu, ohne dass hiermit eine Beteiligung am Gesamtnachlass verbunden ist:

________, geboren am ________, wohnhaft in ________, vermache ich: ________.

4.2. Das vorstehende Vermächtnis wird mit folgender Auflage gemäß § 1940 BGB verbunden:

________

4.3. Den Erben lege ich folgende Auflage gemäß §§ 1940, 2192 ff. BGB auf:

________

4.4. Die mit Vermächtnissen und Auflagen beschwerten Erben haften nur in Höhe des Wertes des ihnen Zugewendeten; eine Haftung über den Nachlass hinaus besteht nicht.


5. Testamentsvollstreckung

5.1. Für die Abwicklung meines Nachlasses ordne ich gemäß §§ 2197 ff. BGB Testamentsvollstreckung an und ernenne hierzu ________ zum Testamentsvollstrecker.

5.2. Für den Fall, dass die vorgenannte Person das Amt nicht annimmt, nicht annehmen kann oder während der Amtsführung wegfällt, ernenne ich ersatzweise ________ zum Testamentsvollstrecker (§ 2197 Abs. 2 BGB).

5.4. Als Vergütung erhält der Testamentsvollstrecker eine angemessene Grundvergütung gemäß § 2221 BGB in Höhe von ________ Prozent des Brutto-Nachlasswertes.

5.5. Für besonders zeitaufwendige oder rechtlich komplexe Tätigkeiten (insbesondere Rechtsstreitigkeiten, Veräußerung von Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen) sind angemessene Zuschläge zur Grundvergütung zu gewähren. Im Übrigen gelten die anerkannten Vergütungsempfehlungen (etwa die „Neue Rheinische Tabelle“) als Auslegungsmaßstab.


6. Schlussbestimmungen

6.1. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Testaments ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung soll diejenige wirksame Regelung treten, die meinem mutmaßlichen Willen am nächsten kommt (§ 2084 BGB).

6.2. Mit diesem Testament widerrufe ich ausdrücklich alle von mir früher errichteten letztwilligen Verfügungen, insbesondere etwaige frühere Testamente und Erbverträge (§§ 2253 ff. BGB).

6.3. Dieses Testament habe ich vollständig eigenhändig geschrieben und mit Angabe von Ort und Datum eigenhändig unterschrieben (§ 2247 BGB).




________, den ________




............................................................................

(Eigenhändige Unterschrift des Erblassers; Vor- und Nachname)

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