Abmahnung - Arbeitsrecht - Vorlage Online zum Ausfüllen

Für die Verwendung in Deutschland konzipiert

Mit einer Abmahnung weist ein Arbeitgeber einen Arbeitnehmer auf eine konkrete Pflichtverletzung hin und fordert ihn auf, sein Verhalten zu ändern. Sie hat eine Hinweis-, Rüge- und Warnfunktion und kann eine Vorstufe zu weiteren arbeitsrechtlichen Schritten sein.

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So funktioniert's

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Diese Vorlage hilft Ihnen, den beanstandeten Vorgang genau zu beschreiben und die erwartete Änderung klar zu benennen. Im Anschluss erläutern wir, worauf es bei einer Abmahnung ankommt und wie Sie das Dokument ausfüllen und herunterladen.

Was ist eine Abmahnung?

Eine Abmahnung ist eine förmliche Beanstandung eines bestimmten Verhaltens im Arbeitsverhältnis. Sie benennt die konkrete Pflichtverletzung, weist auf die arbeitsvertraglichen Pflichten hin und kündigt für den Wiederholungsfall Konsequenzen an.

Sie unterscheidet sich von einer bloßen Ermahnung dadurch, dass sie ausdrücklich eine Warnung enthält. Die Abmahnung wird in der Regel zur Personalakte genommen.

Wann ist eine Abmahnung angebracht?

Eine Abmahnung kommt vor allem bei steuerbarem Fehlverhalten in Betracht, zum Beispiel:

Welche Bestandteile gehören hinein?

Eine wirksame Abmahnung sollte folgende Punkte klar benennen:

Worauf sollten Sie achten?

Eine Abmahnung sollte sich auf einen genau bezeichneten Vorfall stützen. Pauschale Vorwürfe ohne konkrete Angaben sind oft angreifbar. Je genauer der Sachverhalt geschildert ist, desto belastbarer ist die Abmahnung.

Weil die rechtlichen Anforderungen vom Einzelfall abhängen und sich ändern können, ist es bei schwierigen Fällen ratsam, den konkreten Vorgang fachkundig prüfen zu lassen.

So füllen Sie die Vorlage aus

Häufige Fragen

Muss vor einer Kündigung immer abgemahnt werden?

Bei verhaltensbedingten Gründen ist eine vorherige Abmahnung häufig erforderlich, aber nicht in jedem Fall. Ob eine Abmahnung notwendig ist, hängt von der Schwere des Vorfalls ab.

Kann sich der Arbeitnehmer gegen eine Abmahnung wehren?

Ja. Der Arbeitnehmer kann eine Gegendarstellung verlangen oder die Entfernung aus der Personalakte fordern, wenn die Abmahnung unberechtigt ist.

Wie viele Abmahnungen sind nötig?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Entscheidend ist, ob der Arbeitnehmer ausreichend gewarnt wurde. Bei schweren Verstößen kann bereits eine Abmahnung genügen.

Muss eine Abmahnung schriftlich erfolgen?

Eine Abmahnung ist auch mündlich möglich, die Schriftform ist aber aus Beweisgründen üblich und empfehlenswert.

Inhalt wird regelmäßig überprüft, damit er verständlich und aktuell bleibt.

Dokumentvorschau

________
Anschrift: ________
vertreten durch: ________

An
Herr ________
Anschrift: ________

________, den ________

Abmahnung

Sehr geehrter Herr ________,

im Rahmen des zwischen den Parteien bestehenden Arbeitsverhältnisses, begründet durch Arbeitsvertrag vom ________, sprechen wir Ihnen hiermit wegen einer Verletzung Ihrer arbeitsvertraglichen Pflichten die nachfolgende

Abmahnung

aus. Anlass der Abmahnung ist: Arbeitsverweigerung.

1. Sachverhalt

1.1 Am ________ wies Ihr weisungsbefugter Vorgesetzter, ________, Sie im Rahmen seines arbeitgeberseitigen Direktionsrechts (§ 106 GewO, § 315 BGB) an, folgende Tätigkeit auszuführen:

________

1.2 Obwohl Ihr Vorgesetzter Sie mehrfach auf die Dringlichkeit und die fristgerechte Erledigung der Aufgabe hingewiesen hat, sind Sie der ordnungsgemäß erteilten Weisung nicht nachgekommen. Zur Begründung führten Sie an:

________

2. Rechtliche Würdigung

2.2 Die Ihnen erteilte Weisung hielt sich nach billigem Ermessen im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen und war von Ihnen zu befolgen. Ein berechtigter Grund zur Verweigerung der Arbeitsleistung lag nicht vor.

3. Aufforderung und Hinweis

3.1 Wir fordern Sie hiermit ausdrücklich auf, Ihren arbeitsvertraglichen Pflichten künftig vollständig und ordnungsgemäß nachzukommen und insbesondere die rechtmäßigen Weisungen Ihrer Vorgesetzten zu befolgen.

3.3 Eine Durchschrift dieser Abmahnung wird zu Ihrer Personalakte genommen.

Sollten Sie der vorstehenden Darstellung des Sachverhalts widersprechen wollen, steht es Ihnen frei, eine schriftliche Gegendarstellung abzugeben, die ebenfalls zu Ihrer Personalakte genommen wird.



________________________________

Ort, Datum und Unterschrift des Vorgesetzten / des Arbeitgebers



Hiermit bestätige ich, die vorliegende Abmahnung erhalten zu haben. Die Empfangsbestätigung beinhaltet kein Anerkenntnis der erhobenen Vorwürfe.



________________________________

Ort, Datum und Unterschrift des Arbeitnehmers

Die von Ihnen ausgefüllten Felder werden live in das Dokument eingefügt. Diese Vorlage dient nur als allgemeine Orientierung - keine Rechtsberatung.